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Telekom durch geplantes USA-Geschäft im Minus, doch in Deutschland weiter positiv

Datum: 09.11.2012

Durch die Tatsache, dass sich der Telekomableger T-Mobile mit MetroPCS zusammenschließt, rutschen die Quartalszahlen der Deutschen Telekom für das dritte Quartal weit ins Minus. Dies ergibt sich dadurch, dass die US-Tochter neu bewertet wurde. Die Wertminderung beträgt 7,4 Milliarden Euro, der Konzernfehlbetrag beträgt 6,9 Milliarden Euro. Das kann die Telekom jedoch nicht aus der Ruhe bringen. René Obermann verteidigt als Konzernchef den angestrebten Zusammenschluss und erklärte, dass der Konzern sich über die buchhalterischen Konsequenzen im Klaren war und die Entscheidung zukunftsweisend für das US-Geschäft wäre. Ziel ist es, durch den geplanten Zusammenschluss mit MetroPCS ein schlagkräftigeres und größeres Unternehmen zu schaffen, das auf längere Sicht bedeutende greifbare Steigerungen des Wertes mit sich bringen wird. Der Schritt bedeute zwar, dass das Unternehmen weniger wert wäre, aber es gebe ihm mehr Kraft, so sagte Obermann dem Sinn entsprechend.

Erwartungsgemäß ließ sich aus den Zahlen des dritten Quartals entnehmen, dass innerhalb eines Jahres die Zahl der Anschlüsse an das Festnetz von 23,64 Millionen auf 22,62 Millionen Anschlüsse sank. Die Zahl der Breitbandanschlüsse stieg nur geringfügig. Positiv entwickelten sich die Zahlen für die VDSL-Anschlüsse. 805.000 Menschen besitzen derzeit eine solch schnelle Highspeed-Verbindung, das sind 83.000 mehr als im zweiten Quartal. Die neuen Glasfaser-Angebote der Telekom versprechen noch höhere Bandbreiten. Bisher nutzen 2.400 Kunden diese Alternative. Auch Telekom Entertain war für den Internet- und Telefonanbieter ein großer Erfolg. Die Umsatzsteigerung in diesem Bereich beträgt im Vergleich zum Vorjahr 30,6 Prozent. Ebenso konnte die Telekom im Mobilfunkbereich Erfolge vorweisen.