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Telefonanbieter News

Telekom dementiert Re-Monopolisierungsvorhaben

Datum: 17.10.2012

Der deutsche Internet- und Telefonanbieter, die Telekom, beabsichtigt die Einführung der Vectoring-Technologie für die letzte Meile. Diese ermöglicht kürzere Distanzen zwischen Haushalt und Kabelverzweiger und dementsprechend Bandbreiten, die bis zu 100 Mbit/s erreichen können. Die Verbände BREKO (Bundesverband Breitbandkommunikation), BUGLAS (Bundesverband Glasfaseranschluss) sowie VATM, bei dem es sich um den Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienste handelt, befürchten nun, dass den Carriern ein entbündelter Zugang dann nicht mehr zur Verfügung steht, womit getätigte Milliardeninvestitionen ihren Sinn verlieren würden.

Die Deutsche Telekom beruhigt durch ihre Aussage, dass nur drei Prozent der Kabelverzweiger ausgetauscht würden. Des Weiteren wäre beabsichtigt, den Wettbewerbern wie bisher ein Vorleistungsprodukt zu offerieren.

Die oben genannten Verbände möchten jedoch einen Vorschlag dazu erarbeiten, wie es möglich gemacht werden könnte, dass alle Marktteilnehmer von der Vectoring-Technologie profitieren können. Das Ergebnis wird der Bundesnetzagentur zeitnah zur Kenntnis gebracht werden.

Die Vectoring-Technologie ist insofern vorteilhaft, dass sie die wechselseitigen Störungen der Leitungen, die sich in einem Kabel befinden, unterdrückt. Sie ähnelt der Rauschunterdrückung in Kopfhörern. Zu erreichen sind mit der Vectoring-Technologie Distanzen bis zu 400 Meter zwischen Haushalt und Kabelverzweiger bis 100 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit. Beträgt die Distanz bis zu 800 Meter, aber mehr als 400 Meter, so werden immerhin noch Geschwindigkeiten von ungefähr 50 Mbit/s erreicht.

Internetuser wird diese Technologie besonders interessieren, da die Geschwindigkeiten an die der Kabelanbieter heranreichen. Ob sich ein Wechsel zur Telekom dann lohnen wird, kann zu gegebener Zeit ein DSL Preisvergleich zeigen.