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Telefonanbieter News

Telefónica Germany verzeichnet erneut Kundenverluste beim DSL-Geschäft

Datum: 30.07.2012

Von Telefónica Germany liegen Zahlen für das 2.Quartal dieses Jahres vor. Der Internet- und Telefonanbieter musste erneut feststellen, dass viele DSL-Kunden ihren Vertrag kündigten. Im 2. Quartal sank die Zahl der DSL-Kunden um 56.000. Dennoch hat Telefónica 2,49 Millionen DSL-Kunden vorzuweisen. Was überraschte, ist die Tatsache, dass es am Ende des 2. Quartals eintausend Schmalbandkunden mehr gab und sich die Zahl dieser auf 320.000 erhöhte.

Im Bereich Mobilfunk konnte Telefónica Zuwächse verzeichnen. 239.000 aktive SIM-Karten macht dieser Zuwachs aus. Auch klassische Telefonanschlüsse sind wieder gefragt. So stieg deren Zahl auf 2,35 Millionen - das ist ein Plus von 50.000 Anschlüssen. Das Pay-TV-Angebot Alice TV, das es für neue Kunden nicht mehr zu buchen gibt, nehmen lediglich 73.000 Kunden in Anspruch. Dies sind sechstausend Kunden weniger als es noch Ende März der Fall war. Telefónica konnte noch ein weiteres Plus im Wholesale-Geschäft bekannt geben. 30.000 Kunden in diesem Bereich mehr bedeuten für Telefónica eine derzeitige Kundenzahl von 1,09 Millionen Kunden.

Auch, wenn die Zahl der DSL-Kunden stetig abnimmt, so kann Telefónica Germany dennoch ein Umsatzplus in Höhe von 7 Prozent verzeichnen. Der Umsatz betrug 1,30 Milliarden Euro. Hardwareverkäufe sowie Dienstleistungen im Bereich des Mobilfunks brachten ein Umsatzplus in Höhe von 11 Prozent. Der Umsatz in diesen Bereichen lag bei 950,1 Millionen Euro. Das operative Ergebnis betrug 333 Millionen Euro; der Durchschnittskundenumsatz pro Monat war 13,90 Euro hoch.

Mit diesem Ergebnis möchte sich Telefónica jedoch nicht zufriedengeben, denn es plant u. a., in neuen Geschäftsfeldern tätig zu werden. Beabsichtigt ist, durch mobile Bezahldienste zu wachsen. Als Beispiel wurde NFC genannt. Diesen Dienst nutzen bereits jeden Monat 400.000 Kunden. Sie bezahlen mittels eines Smartphones über ihre Mobilfunkrechnung. Deutschland-Chef von Telefónica, René Schuster, berichtete, dass es am Jahresende möglich sein wird, auch im Handel mobil zu bezahlen.